, Fredy Brütsch

Neuigkeiten STCSM Füllstation 2019

Die Füllstation des STCSM läuft bereits im vierten Jahr ausfallfrei und es konnten wiederum einige Verbesserungen im laufenden Jahr erreicht werden.

Technische Atemgase mischen

Schaut man in den Container, fällt als erstes die umfangreiche neue Gasmischstation auf, die auf zwei Platten an der Wand des Containers montiert wurde. Sie verfügt über einen leistungsfähigen Gas-Booster der Firma MPS, sowie über vier eigene 50l Speicherflaschen (O2 clean). Diese werden für beliebige Standardgemische verwendet (bspw. NX 32, NX50 und/oder TMX18/45), wodurch fixfertige Einsatzgemische hergestellt werden können. Der Vorteil liegt in der raschen Verfügbarkeit bei allfälligen Einsätzen und im einfacheren Umfüllen auf die Tauchflaschen. Daneben ist ein umfangreiches Gas-Lager (He und O2) in der externen Garage der Leichtmetallbau Bischoff aufgebaut, das über vier separate Leitungen mit der Mischstation direkt verbunden ist. Gas-Analyser, Mischrechner, digitale O2-Manometer und eine beachtliche Anzahl Adapter komplettieren den Traum eines jeden Gas-Blenders.

Natürlich war eine so umfangreiche Anlage nicht im Budget des Tauchclubs - die Misch-Anlage ist denn auch Eigentum der Kantonspolizei St. Gallen. Doch sie untermauert die gute Zusammenarbeit des STCSM mit den Tauchern der Kantonspolizei St. Gallen, die von Beginn weg bei uns füllten und auch mit Roger Bischof, welcher der Sache stets positiv gesinnt war. Die Zusammenarbeit ermöglicht dann auch den Mitgliedern des STCSM mit Blender-Brevet Gase zum Selbstkostenpreis zu mischen. Die Polizeitaucher haben den Vorteil die technischen Gase direkt mit Luft zu komplettieren – also rundum eine Win/Win-Situation. 

Blenderkurs durchgeführt

Um die neue Anlage auch anwenden zu können, haben wir einen initialen Blender-Kurs gemeinsam mit den Polizeitauchern durchgeführt. Mit Walter Gallmann konnte ein erfahrener Spezialist im Bereich Technical-Diving und Gas-Blender als Instruktor gewonnen werden. Über eine Trimix Blender Befähigung verfügen nun Christian Baumann, Adrian Studerus (KaPo), Marcel Künzler, Fritz Gois, Roger Bischof und Fredy Brütsch. Falls Mitglieder Gase Füllen möchten, können sie sich bei einem der erwähnten Personen melden. Falls Interesse für einen zusätzlichen Blender-Kurs besteht, kann man sich bei Marcel Künzler (Techn. Leiter) melden – bei genügend Interessenten wird ein weiterer Kurs organisiert.

Erweiterung Luft-Standflaschen-Kapazität

Ebenfalls ins laufende Jahr fällt der Ausbau der Luft-Standflaschenkapaziät um 50% (von vier auf sechs 50L-300bar Flaschen). Dies erlaubt bei gleichbleibender Kompressor-Zykluszeit den minimalen Einschaltdruck der Standflaschenbatterie um 20bar auf 280bar zu erhöhen. Der Vorteil liegt darin, dass am 300bar Abgang immer mindestens ein Druck zwischen 280 und 320 bar zur Verfügung steht und den übrigen Füllern i.d.R. 220bar stets angeboten werden kann – bspw. wenn gleichzeitig viel Luft durch mehrere Personen bezogen wird, was ab und zu in der Vergangenheit nicht immer möglich war.

 Erste grössere Kompressor-Revision durchgeführt

Eigentlich ist an unserer Füllstation alles neu, ausser das Kernstück, der Kompressor selber - er wurde mit rund 1000 Stunden Laufzeit und 25-jährig aus dem Bestand der Feuerwehr St. Margrethen übernommen. Eine erste Reinigung und Teil-Revision wurde durch Rolf und Fredy 2015 bei Hubsys durchgeführt. Aufgrund der Laufleistung und einer nach wie vor leichten Undichtheit beim Block hat sich nun eine weitere Revision bei rund 1700 Stunden aufgedrängt. Es wurden sämtliche Stufen zerlegt, alle Ventile sowie Kolben und Laufbüchse der dritten Stufe ersetzt. Zudem hatten wir bereits im Herbst letzten Jahres das Kondensat-Ablassventil revidieren müssen. Wir hoffen nun, dass der Kompressor mindestens 1000 weitere Füllstunden mehr oder minder wartungsfrei übersteht und dadurch noch einige weitere Jährli frische Pressluft liefert.